Schieß - standhof

Fam. Terleth
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I-39040 Montan / Montagna
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Haus Terleth

Montan
Wappen von Montan 

Gemeinde:

Montan

Provinz:

Bozen (Südtirol)

Region:

Trentino-Südtirol

Staat:

Italien

Einwohner (31.12.2004):

1.592

Sprachgruppen

93,1 % deutsch
6,6 % italienisch
0,3 % ladinisch

Fläche / Dauersiedlungsraum:

18,9 / 4,0 km²

Postleitzahl:

39040

Vorwahl:

0471

Meereshöhe (NN): 497m

Die Gemeinde Montan besteht aus insgesamt fünf Fraktionen: Pinzon, Glen, Kalditsch, Gschnon und Kaltenbrunn (zum Teil).

Das östliche Randgebirge über Neumarkt und Auer formt eine schmale, wellige Hangterrasse, ein vor allem von Wasserfluten geschütztes Gebiet, das auch wegen seiner Fruchtbarkeit sehr früh besiedelt wurde.
Der Hauptort und Gemeindesitz Montan  mit seinen Fraktionen liegt ungemein lieblich und klimatisch sehr angenehm und zeichnet sich besonders durch seinen Weinbau aus. Um Montan gedeihen an den Leiten berühmte Etschtalweine, ganz besonders ein schwerer Blauburgunder, aber auch andere edle Sorten wie Gewürztraminer.
Wie bekannt und geschätzt diese Weine schon im Mittelalter waren darüber schrieb Max Sittich von Wolkenstein
"In diesen Viertel Montan und seiner Umgebung wachsen und gibt es gar die allerbesten Weine, Montaner, Leiten und Vergaerner, rot und weiß, die sehr gut und gleich wie die Traminer geschätzt und verkauft, weit und breit nach Tirol und Deutschland ausgeführt und sehr gut bezahlt werden."

Montan galt für die wohlhabende Bevölkerung von Auer und Neumarkt als Sommerfrischort und wird von Feriengästen wegen der lieblichen Lage, der Waldnähe, der schönen Spaziergänge und ungewöhnlich lohnenden Bergwanderungen immer mehr besucht.
Merkmale Montans sind das prächtige "Schloss Enn" und die Stephanskirche in Pinzon mit ihrem Kleinod, dem berühmten, gotischen Flügelaltar von Hans Klocker. 

Schloss Enn:
Im Jahr 1172 stimmen die Bischöfe von Trient dem Bau des Schlosses durch die mächtigen Vasallen, die Edelfreien von Enn zu. Diese Burg ist heute noch gut erhalten und bewohnt, während der alte Ansitz, Alt Enn, der auf dem Burghügel von Castelfeder stand, kaum noch sichtbare Spuren aufweist, obwohl laut Chroniken, im Jahre 1203 die Adelsfamilie noch auf Alt Enn residierte.
Im Machtkampf zwischen den Bischöfen von Trient und dem Grafen Meinhard II. von Tirol hielten die Herren von Enn treu zu ihrem bischöflichen Lehnsherren, weshalb sie, nach dem Sieg des Tirolers im Jahre 1273 von ihrer Burg vertrieben wurden. Darauf erscheint Schloss Enn als Pfandlehen einer Reihe bekannter Südtiroler Adelsfamilien. Im Jahre 1648 verkaufte Erzherzog Ferdinand Karl das Schloss und die Herrschaft Enn an den reichen venezianischen Patrizier Pietro Zenobio. Schloss Enn ist heute noch im Besitz der Erben der gräflichen Familie Zenobio-Alberizzi von Venedig. Im Jahre 1880 wurde das Schloss nach dem Geschmack jener Zeit neugotisch restauriert.

Stephanskirche:
In Pinzon befindet sich eine weitere Sehenswürdigkeit dieses Mittelgebirges, die Stephanskirche mit dem berühmten Altar von Hans Klocker. Über die Kirche und deren Entstehung gibt es nicht viel zu berichten, denn darüber ist der Quell der historischen Urkunden versiegt oder verschüttet worden. Es dürfte sich um eine jener Eigenkirchen handeln, deren Entstehung noch auf Klärung wartet. Der Chor von Meister Konrad von Neumarkt ist mit 1410 datiert und im Stil der Bozner Hochgotik erbaut. Der wertvolle Flügelaltar ist neben dem Altar in der Bozner Franziskanerkirche, eines der schönsten Werke von Hans Klocker. Der Brixner Bildschnitzer der um 1500 gewirkt hat. 1971 wurde die Kirche aufgebrochen und das Altar wurde von fast seines gesamten Figurenschmuckes beraubt.

 Der Ortsnamenkundler Ettore Tolomei, der während des Faschismus, die Südtiroler Ortschaften ins italienische übersetzt hat und 1952 gestorben ist, liegt im Friedhof von Montan begraben.

 

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